Wiesenkataster

Wiesenkataster
Wiesen sind artenreiche Pflanzengemeinschaften mit vielen blühenden, krautigen Pflanzen und Gräsern, die durch jährliche Mahd bewirtschaftet und erhalten werden.

Ursprünglich sind die Wiesenflächen ja dem Wald abgerungen worden. Wälder wurden gelichtet und gerodet und die Flächen konnten beweidet und im Laufe der Zeit für die Heugewinnung gemäht werden.

Durch seine Wanderungen mit dem Vieh brachte der Mensch auch Pflanzen aus anderen Gegenden mit und in der offenen und sonnigen Landschaft boten sich neue Lebensmöglichkeiten. Lichtbedürftige Pflanzen und Tiere konnten sich ausbreiten.

Die bunten Blumenwiesen unserer Landschaft wurden nicht gemacht – sie sind entstanden. Aus dieser jahrhunderte langen Entwicklung sind die Wiesen unserer Kulturlandschaft hervorgegangen. Wiesen sind trotz ihrer langen Entstehung und Anpassung an menschliche Bewirtschaftung sensible und leicht zu zerstörende Lebensgemeinschaften. Auch kleine Veränderungen in der Bewirtschaftung können große Auswirkungen haben. Durch Düngeeintrag verschwinden viele sensible Arten dafür werden Gräser und stickstoffliebende Kräuter dominant. Die Wiese kann öfter gemäht werden, der Futterertrag steigt, doch der Reichtum an Kräutern geht verloren. Will man den umgekehrten Weg gehen dauert es viel länger. Eine überdüngte, artenarme Weise auszumagern um eine artenreiche Pflanzengesellschaft zu etablieren kann bis zu 100 Jahre dauern. Die Vielfalt der Blumenwiesen ist zwar schnell zu zerstören, jedoch nur sehr langsam aufzubauen.

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